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Solarindustrie warnt vor Investitionsflaute
Die Solarindustrie in Sachsen-Anhalt hat vor einer Investitionsflaute gewarnt. Der Chef von Euroglas-Solar Haldensleben, Christian Winter, sagte am Mittwoch MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT, weitere Investitionen in die Sparte Solarglas werde es in seinem Betrieb vorerst nicht geben. Die veränderten politischen Bedingungen machten es nahezu unmöglich, die Produktion zu erweitern. Damit lägen auch die Pläne zur Aufstockung der Belegschaft auf Eis. Euroglas-Solar hatte ursprünglich vorgehabt, in den nächsten Jahren bis zu 50 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Kürzungen kommen zu früh
Winter äußerte Verständnis dafür, dass die Mittel mittelfristig gekürzt werden müssen. Allerdingas hätte die Branche die Förderung noch zwei Jahre gebraucht. Der Euroglas-Chef beklagte zudem, die Lage werde noch dadurch verschärft, dass einige Abnehmer bereits jetzt versuchten, niedrigere Preise für Solarglas durchzusetzen.
Bei f-Solar in Sülzetal wird die derzeitige Situation etwas optimistischer eingeschätzt. Dort hieß es, man habe Solarzellen mit einer extrem hohen Stromausbeute entwickelt. Diese seien auch nach einer Kürzung der Solar-Zuschüsse noch profitabel.
Deutliche Kürzungen der Solar-Zuschüsse
Die Bundesregierung hatte Ende Februar beschlossen, die Zuschüsse für Solarstrom deutlich früher zu senken als geplant. So soll bereits ab 1. Juli die Förderung von Anlagen auf Dachflächen um 16 Prozent und auf Freiflächen um 15 Prozent zurückgefahren werden. Auf Müllhalden und ehemaligem Armeegelände ist eine Kürzung um elf Prozent geplant. Für Solaranlagen auf reinen Ackerflächen soll die Förderung komplett gestrichen werden. In den kommenden Jahren sind dann schrittweise weitere Kürzungen geplant.
18.03.2010, Euroglas-Solar Haldensleben / mdr
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